Kaum ein Kanton der Schweiz weist eine solche Vielfalt an Kunst- und Kulturdenkmälern auf wie der Kanton Graubünden. Die Inventarisation seiner Kunstdenkmäler liegt nun schon mehr als ein halbes Jahrhundert zurück. Zwischen 1937 und 1947 erschienen die sieben Bände der Kunstdenkmäler des Kantons Graubündens. Sämtliche verfasst von Edwin Poeschel, der zuvor die drei Bände „Das Bürgerhaus in Graubünden“ (1923–1925) und das „Bündner Burgenbuch“ (1929) erarbeitet hatte. Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden entstanden als bewusste Fortsetzung und Ergänzung der genannten Publikationen und erschliessen in topografischer Anordnung den reichen bündnerischen Bestand an bedeutenden kunst- und architekturgeschichtlichen Zeugen in damals beispielhafter Weise.
Ein Überblick
Bis heute bilden die „Poeschel- Bände“ eine unverzichtbare Grundlage für alle, die sich mit den historischen Baudenkmälern des Kantons Graubünden beschäftigen. Eine Neuberarbeitung der „Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden“ ist indes angesichts der zahlreichen neuen Erkenntnisse und Entdeckungen der jüngeren Kunstgeschichtsforschung in vielerlei Hinsicht angezeigt.
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